Mittwoch, 22. Oktober 2014

Wenn aus Freunden Unbekannte werden... - die Kolumne

Hallo ihr Lieben dort draußen vor den Bildschirmen!

Heute noch einmal mit einem Teil meiner Kolumne. Es ist ja lange nichts mehr gekommen von meiner Kolumne, aber in letzter Zeit ist einiges bei mir passiert und ich möchte ich zeigen, wie man damit umgeht und, vor allen Dingen, wie ich damit umgegangen bin.

Quelle. tumblr.de, Nutzer: deutschlyrik  

Das war der Anfang des ganzen Übels... Mein bester Freund und ich kennen uns wirklich schon seit mittlerweile 6 Jahren. Mittlerweile muss ich sagen, kannten wir uns seit 6 Jahren. Anfangs war es immer eine schüchterne Bekanntschaft und später wurde der Kontakt immer häufiger.
Ich fand es toll und ich konnte sehr gut mit ihm. Ich habe mich ihm immer häufiger anvertraut, ob es nun Stress mit den Eltern war, in der Schule oder mit dem Freund. Er war immer an meiner Seite, wenn ich ihn brauchte. Er stand hinter mir in den schwersten Zeiten in meinem bisherigen Leben und dafür bin ich ihm immernoch unendlich dankbar. Da er das hier so oder so nicht lesen wird, ist es nicht meine Intention meinen Kummer hier Luft zu lassen, sondern ich versuche hiermit auch zu verarbeiten und Euch zu belehren, die vielleicht momentan in der gleichen Situation sind.
Nunja, man entwickelt sich eben mit den Jahren und man hat immer mehr festgestellt, dass man auf einer Wellenlänge war. Man würde anders sagen: Man war Seelenverwandt.
Wir haben Situationen durchgemacht,die man eben im Teenageralter durchmacht und man dort eben einen Freund braucht, der einem gleicht und einen versteht. Das war für mich er.
Wir hatten zwar bis vor zwei Jahren keinen persönlichen Kontakt aber auch so konnte er immer an meiner Seite sein. Das hat prima funktioniert.
Mit der Zeit ist man eben auch älter geworden und aus Teenagerproblemen wurden Probleme junger Erwachsener. Man hatte mal keine Beziehung, dann hatte man viel Zeit und dann war man wieder in einer Beziehung und dann wurde die Zeit weniger. Dann hatte man mal wieder jemanden, mit dem man sich was vorstellen konnte, da war die Zeit dann auch eher Mangelware.
Mich hat das immer gestört. Aus "Ich melde mich" wurde ein ungesagtes "Ja vielleicht mal in ein paar Wochen!" und aus einem "Morgen meld ich mich mal, wann wir uns treffen können" wurde ein "Mal schauen, wie ich Zeit habe!" oder ein "Ich muss lange arbeiten:" oder "Ich habe momentan so Stress!".
Irgendwann war mir das zu blöd. Ich kann es einfach nicht, wenn ich mich dauernd bei Menschen melden muss. Irgendwann wusste er dann auch noch nicht mal, wo ich studiere, oder mir wurde nicht gesagt, dass er wieder eine Freundin hat. DAS sind aber diese kleinen Dinge, auf die ich in einer sehr guten Freundschaft Wert lege. Leider hat er das anders gesehen. Mir ging es mit der Situation nicht gut und alles was ich gehört habe war "Ich ändere das, entschuldige bitte. Mir tut es leid!". Aber alles was kam, was das altbekannte Schweigen. Ich habe ihm wirklich dreimal geschrieben über einen längeren Zeitraum gesehen, was mich stört und was wirklich überhaupt nicht geht, meines Erachtens aber ich bekam immer wieder die gleiche Antwort.
Irgendwann habe ich erkannt, dass ich ohne ihn vermutlich besser dran bin. Ich würde mir keine Sorgen machen, was aus der Freundschaft wird, ich würde mich nicht freuen, wenn sich mal meldet und ich wäre nicht umso enttäuschter, wenn aus den früher so lustigen, kreativen Nachrichten nur noch ein Smalltalk verblieb.
Wir haben Pläne geschmiedet für die Zukunft, was wir alles noch erleben wollen und an wem wir uns noch rächen. Als das habe ich nun verdrängt und wünsche mir, dass ihn irgendwann die Rache heimsucht. Zwar nicht von mir, aber das ihn irgendjemand anderes mal zeigt, wie es ist, wenn man einfach so von einem unglaublich wichtigem Menschen einfach so im Stich gelassen wird, ohne Grund und ohne Vorewarnung.
Weiterer Knackpunkt des Ganzen war, dass ich über ein soziales Netzwerk erfahren musste, dass er nun wieder in einer Beziehung ist. Mich hat es fast vom Bett gehauen! Das ist doch etwas, was man seiner besten Freundin erzählt und mitteilt. Sie ist doch die Erste, die davon erfährt, wenn sich überhaupt etwas in einer Beziehung zu einer Frau tut. Mir ist der Kragen geplatzt und habe mir alles mal von der Seele geschrieben, an ihn gerichtet und auch abgesendet. Meine letzten Worte an ihn waren: " Ich wünsche dir alles Gute!".
Das war alles was ich ihm noch sagen wollte. Er hat auch promt geantwortet mit Einsicht und mit dem Wortlaut, dass er wieder eine "sehr gute Freundin" verloren hätte. Wieder ein Schlag. Sehr gute Freundin ist doch etwas anderes als beste Freundin. Ich habe eine beste Freundin und hatte einen besten Freund... Aber als sehr guten Freund habe ich ihn nicht gesehen, nur als besten Freund und er hat mir oft genug gesagt, dass ich seine beste Freundin war. Da war mir dann wirklich klar, dass das alles keinen Sinn mehr hat. Ich habe ihm darauf noch einmal geantwortet und ihm gesagt, wie ich mich fühle. Ich habe bitterlich geweint, weil da einfach sechs Jahre pure Freundschaft einfach so den Berg hinunterrutschen, mir wie Sand durch die Finger rannten und ich einfach zusehen musste, wie das passierte. Ich habe dort zuletzt gesagt, dass er das Ruder rum reißen muss und es nicht mehr in meinem Ermessen liegt. Insgeheim habe ich gehofft, dass er antwortet... Hat er aber nicht. Das hat mich darin bestätigt, dass ihm nun nichts mehr an der Freundschaft liegt.
Das war ein Schlag ins Gesicht und hat mich richtig mitgenommen. Da ist jemand einfach gegangen, als wäre er tot. Mir nichts dir nichts.
Mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem ich mir sage: Okay, Karma! What goes around comes back around!
Jeder bekommt das was er verdient!
Bitte Mädels, wenn ihr in so einer Situation seid, dann weint meinetwegen, das habe ich auch und redet mit jemandem. Ich habe mit meinem Freund und meinen Mädels gesprochen und es hat wirklich geholfen. Man braucht dann eben jemanden, der einen vergessen lässt, dass Menschen so abartig fies sein können! Ich mache das auch, wenn ich Stress mit meinen Eltern habe oder mit meinen Freunden, deswegen ist die Option eben auch die Möglichkeit, wenn ihr Stress mit eurem besten Freund/ eurer besten Freundin habt.
Weiter müsst ihr wissen, dass von dieser Person nicht alles abhängt! Es ist EUER Leben und es ist euer Ding, was ihr daraus macht und wie ihr es gestaltet und Probleme löst.
Ihr seid nicht an Personen aus eurem Leben gebunden, ihr seid lediglich an euch selbst gebunden!
Lebt euer Leben auch ohne diese Person. Ihr findet immer jemanden, der euch hilft das Leben zu meistern. Und wenn jemand altes geht, kommt jemand neues. Lasst euch darauf an!
Freundschaft ist keine Beziehung, der ihr 100 Jahre nachtrauern müsst!
Die Person wird irgendwann merken, was sie vermisst. Spätestens, wenn sie eine Vertrauensperson braucht, die loyal und ehrlich ist !

Merkt euch das ♥

Eure,


 

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